Hohenfelder Chor

1965: Achtzehn Stimmen vereint.

Anno 1965 fanden sich vierzehn sangesfreudige Hohenfelder zusammen, um gemeinsam mit dem Chorleiter Ulrich Marckardt den Hohenfelder Chor zu gründen und ihrer Kunst einen Ausdruck zu geben.

Mecklenburgische Folklore und klassische Stücke gaben die Frauen und Männer aus Hohenfelde und seinen Ortsteilen zum Besten. Gern wurde der junge Chor als Livegesang zum Tanz angenommen, trat auf den Dorffesten auf uns wuchs stetig. Musik und Tanz begeisterten die Gäste und aus vielen Besuchern wurden auch Chormitglieder.

Als Marckardt im September 1966 nach Berlin ging, übergab er den Chor an Jürgen Schultz, der ihn fast elf Jahre lang führte, bis er 1977 verstarb. Weil ein Chor aber einen Chorleiter braucht, machte man sich auf die schwierige Suche nach einem Ersatz.

Zunächst kontaktierte der Chor den bereits seit zehn Jahren tätigen und daher bekannten diplomierten Chorleiter Hans Kray aus Rerik und bat ihn, für vier Wochen aushilfsweise den Hohenfelder Chor zu leiten. In dieser Zeit wollte man einen neuen Chorleiter finden oder zumindest mit der Ausbildung eines Leiters aus den eigenen Reihen anfangen können.

Der Beginn der Ära Kray.

Am 03.11.1977 übernahm Hans Kray den Chor. Aus den vier Wochen wurden drei lange Jahrzehnte, die Hans Kray den Hohenfeldern treu blieb.

Sein Engagement und seine gute Leitung machte den Chor bekannt, denn er erkannte das Potenzial jedes einzelnen Chormitgliedes und wusste, es auszuschöpfen.

Unter Kray wuchs der Chor zu einer festen Größe heran und weil der Chorleiter nicht nur sein Fach gelernt, sondern auch ein Diplom dafür hat, konnte das Ensemble von den Kenntnissen ganz praktisch profitieren. Weil Kray zudem nicht unbekannt war, profitierte der Chor natürlich auch davon, dass er in Hohenfelde „hängen blieb“.

Die goldenen 80er: Glanzvolle Höhepunkte.

Schon in den 70ern am 17.08.1968 gelangte das Musikprogramm des Hohenfelder Chores durch die Rundfunksendung “Das müsste doch zu machen sein.” in das Radio.

Durch die Feste der Theodor-Neubauer-Oberschule (auf dem Buchenberg in Bad Doberan) wurde der Chor in den 80ern weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus bekannt.

Höhepunkt während der DDR-Zeit war die Teilnahme des Hohenfelder Chores an den Arbeiterfestspielen 1987 in Semlow. Darüber sprechen die Chormitglieder heute noch gern.

Volle Kraft voraus ins neue Jahrtausend.

Jährlich nahm der Chor am Frühlingssingen auf dem Denkmalhof Pentzien in Retschow teil.

Ebenso sang er beim Jagdhornbläsertreffen im Quellental, obgligatorisch selbstverständlich auch auf den legendären Hohenfelder Dorffesten und beim weithin bekannten Adventssingen in der Kapelle zu Althof.

Bei den Landesfestspielen des Landes Mecklenburg-Vorpommern war der Chor präsent und sogar auf der Internationalen Gartenbauausstellung IGA 2003 in Rostock.

Auf zu neuen Ufern.

Nicht nur Chorleiter Hans Kray blieb dem Hohenfelder Chor viele Jahre treu. Auch seine Frau Edith war Mitglied des Ensembles. Hans Kray wurde stets mit dem Hohenfelder Chor in Verbindung gebracht aber er war mehr als das:

Er war auch als Alleinunterhalter tätig und engagierte sich ebenso in anderen musikalischen Projekten.  Mit 76 Jahren wollte Kray es noch einmal wissen. Er hatte den Hohenfelder Chor 30 Jahre lang aufgebaut und nun sollten andere von seinem Können profitieren.

Was sie sah und vor allem hörte, machte ihr die mutige Entscheidung einfacher, beide Chöre zugleich zu führen. Die Bewunderung ist der vierfachen Mutter dafür gewiss.

Am 10.11.2007 – also auf den Tag genau 30 Jahre, nachdem Hans Kray den Hohenfelder Chor „aushilfsweise“ übernahm – lud der Chor zu einer seiner größten Veranstaltungen ins Gemeindezentrum.

Mit zahlreichen Darbietungen ehrten der Chor, die Gemeinde, die Feuerwehr, Vereine, Freunde und Bekannte und natürlich die Hohenfelder selbst das Lebenswerk Hans Krays. Dem Bühnenprogramm voller musikalischer Höhepunkte und rührender Erinnerungen – voller Freudentränen aber auch mit ein wenig Wehmut – folgte die Staffelstabübergabe an Barbara Stern als neue Chorleiterin.

Alte Traditionen und frischer Wind.

Mit der neuen Chorleiterin kamen auch neue Töne in den Chor. Zwar steht der Chor weiterhin für mecklenburgische Traditionen und das geliebte altdeutsche Liedgut aber seine Fähigkeiten gehen weit darüber hinaus:

Flotter brasilanischer Rhytmus und schnelle englische Stücke fanden den Weg in die Chorbücher und sogar auf polnisch haben die Hohenfelder schon gesungen. Regelmäßig besuchen sich befreundete Chöre gegenseitig. So kam es auch zum folgenden Bild der St. Annen Sisters im Gemeindezentrum Hohenfelde.

Die Begeisterung der Zuhörer ist stets enorm. Das schönste Zitat kommt aus Tschechien: “Ich habe noch nie eine Chorleiterin gesehen, die mit dem Po dirigiert.” Und das beschreibt Barbara Stern noch am Besten.

 

Einzigartig vielfältig.

Natürlich wäre der Chor nichts ohne seine Stimmen. Einige von ihnen sind nach 40 Jahren noch mit voller Begeisterung dabei. Andere sind neu dazu gekommen: Aus Hohenfelde und auch aus der näheren und ferneren Umgebung.

Die Stimmen reichen von den tiefen Tönen der Herren bis zu den hohen Tönen der Damen. Chorgesang, Kanons und Soloeinlagen runden das Programm ab. Legendär und immer wieder bewundert ist das Ave Maria mit der hohen klaren Stimme von Lucie Weeber im Vordergrund. Wenn Sie es genau wissen wollen: Besuchen Sie die nächste Darbietung des Chores!

Hans Kray – ein Portrait.

Hans Kray wurde 1931 in Schönwarling bei Danzig geboren.
Als er 14 war, musste er mit seiner Mutter und seinen Geschwistern aus Pommern fliehen und gelangte nach Hornstorf bei Wismar.
Dort lernte er seine Ehefrau Edith kennen und bewarb sich für ein Lehramt.

In Bäbelin trat er seine erste Stelle als Lehrer an und kam 1951 an die Schule in Kamin bei Neubukow.Nebenbei spielte er Tanzmusik und bildete zusammen mit zwei Brüdern ein musikalisches Trio. Schließlich zogen die Krays nach Rerik und Hans Kray wurde Musiklehrer in Rerik.

1977 übernahm er probeweise die Leitung des Hohenfelder Chores, weil dessen Chorleiter Jürgen Schulz gestorben war.
Aus den veranschlagten vier Wochen wurden dann drei Jahrzehnte.

1987 übernahm er die Leitung der Musikschule des Landkreises Bad Doberan und 2003 konnte er sich darüber freuen, dass ehemalige Schüler aus Kamin im neu gegründeten Chor Kamin/Moitin mitsingen. In Dreveskirchen baute Kray einen Frauenchor auf.

Sechzigjährig ging Hans Kray in Rente, wobei diese nur eine berufliche Rente war. Er blieb Chorleiter in Hohenfelde und Kamin und tourte als Alleinunterhalter durch das Land. An seinem 30. Jubiläum als Leiter des Hohenfelder Chores übergab der dreifache Vater den Dirigentenstab an Barbara Stern. Zur Ruhe kam er dennoch nicht, denn wie man aus der Presse erfährt, gründete er kurz darauf in Neubukow einen neuen Chor.

 

Barbara Stern – ein Portrait.

Barbara Stern (geb. Sitte) kam am 28.02.1951 in Kröpelin zur Welt.
Sie war damals das fünfte lebende Kind von Paul und Gertrud Sitte, die in der Kröpeliner „Villa Kunterbunt“ wohnte.

Zur Musik kam Barbara Stern durch den Vater, der selbst Cello und Geige spielte und nach einem Unfall zu den Bläsern wechselte.
Der musikbegeisterte Landwirt brachte allen seinen Kindern das Spielen von Musikinstrumenten bei und erwartete von ihnen einen „ordentlichen Musikschulabschluss“.

Seine Tochter Barbara sah er befähigt, am Rostocker Konservatorium ausgebildet zu werden.
Sie spielte bereits zu ihrer eigenen Einschulung Mandoline und erlernte nun das Spielen mit der Geige.

Mutter Gertrud arbeitete als Reinigungskraft und trainierte Anfang der 50er Jahre eine ganze Generation Turnerinnen in der SG Kröpelin und später beim BSG Traktor, während der Vater als Hausmeister an der Ernst-Thälmann-ObersSchule arbeitete und sich um das 1953 durch ihn gegründete Schulorchester kümmerte.

Wie der Vater leiteten alle sieben Sitte-Kinder später einen Chor.
Ihr Bruder Peter wurde darüber hinaus Klavier- und Cembalobaumeister und Bruder Alfred machte als „Käpt’n Alfred“ die Musik zum Beruf.

Von 1967 bis 1971 arbeitete Barbara als Katechetin und Organistin in der katholischen Kirche.
1969 lernte sie den Tischlermeister Wilfried Stern auf einem Sportlerball im Kröpeliner Kulturhaus kennen, brachte ihr erstes Kind zur Welt und half in der Tischlerei des Mannes mit, den sie 1972 heiratete. Seit 1975 wirkte Barbara Stern im Elternaktiv, zunächst des Kindergartens mit und wurde 1981 Vorsitzende des Elternaktivs. Auch später in der Schule ihrer Kinder wirkte sie wieder im Elternaktiv mit. Politisch waren die Sterns in der Blockpartei für Handwerker und Gewerbetreibende (NDPD) engagiert. Als Mutter Gertrud die Gymnasik-Mädchen nicht mehr betreuen konnte, gründete Barbara Stern ihre erste Tanzgruppe, zu der auch die älteste Tochter Carola gehörte. Auch sie hat heute eine eigene Tanzgruppe. Sohn Christian ist gelernter Tischler und arbeitet als Computerexperte und Sohn Stefan führt die Tischlerei. Tochter Regina betreut ebenfalls eine Tanzgruppe, ist ebenfalls gelernte Tischlerin und als Bootsmann bei der Bundesmarine tätig. Barbara Stern hat (Stand 03/2011) zehn Enkel und liebt das Familienleben.

Dennoch schafft sie es mit Hilfe ihres Mannes, als Unterhalterin tätig zu sein, den 1994 durch sie gegründeten Kröpeliner Chor „Stern Ensemble“ zu führen und seit 2007 auch Chorleiterin des Hohenfelder Chores zu sein.

 

Proben:

Dienstags, 19:30 bis 21:30 Uhr im Gemeindezentrum Hohenfelde.

 

Kontakt:

Chor Hohenfelde e.V. Erwin Broksch
Wismarer Str. 12
18239 Anna-LuisenhofTel. 038207/287

Chorleiterin Barbara Stern
Dammstr. 1
18236 Kröpelin
Tel. 038292/789 40
Mobil 0174/245 81 59
E-Mail: 

 

Sie können den Hohenfelder Chor selbstverständlich auch buchen.
Überraschen Sie einen guten Freund mit einem Ständchen des Chores
oder lassen Sie den Bühnenauftritt des Ensembles zum Höhepunkt Ihrer Familien- oder Betriebsfeier werden.
Ob Geburtstag oder Hochzeit, Taufe oder Konfirmation: Der Hohenfelder Chor singt für Sie.

Sie können aus dem vorhandenen umfangreichen Repertoire des Chores auswählen
oder auch selbst Wünsche äußern, die der Chor dann extra für Ihre Feier einstudiert.
Auch aktuelle Schlager und Popmusik haben die Hohenfelder schon dargeboten.

Live gesungen ist es doch am Schönsten!
Interesse? Dann rufen Sie Herrn Broksch an: 038207/287